Upbit hat als erste südkoreanische Krypto-Börse offiziell eine Betriebslizenz beantragt.
Dieser Schritt ist ein wichtiges Signal aus der Krypto-Welt, da alle von einer jüngsten regulatorischen Prüfung betroffenen Börsen ihre Due-Diligence-Prüfungen nicht bestanden hatten.
Upbit scheint seinen (sehr erfolgreichen) Bankvertrag mit der K-Bank neu verhandelt zu haben, einer von KT unterstützten Neobank, deren Kontoregistrierungen dank des Upbit-Deals sprunghaft angestiegen sind.
Gemäß den Bestimmungen der ersten kryptospezifischen Gesetzgebung des Landes – die am 24. September in Kraft tritt – müssen alle Kunden von Krypto-Börsen Bankkonten besitzen, die mit echten Namen und Sozialversicherungsnummern verifiziert sind.
„Die koreanische Regierung ist schockiert darüber, wie wenige koreanische Börsen für die Lizenz bereit sind… Technisch gesehen ist keine bereit, und natürlich will die Regierung sie nicht alle schließen und Chaos verursachen, so schafft sie einige Spielräume“, twitterte DooWanNam, Mitbegründer von StableNode und Asia BD beim DeFi-Protokoll MakerDAO.
Die Regierung erklärte, dass das Anbieten solcher Verträge zwischen Banken und Krypto-Börsen bedeutet, dass diese alle damit verbundenen Geldwäscherisiken übernehmen müssen.
Der stellvertretende Vorsitzende der Financial Services Commission (FSC) wurde mit den Worten zitiert, dass „ein oder zwei“ Handelsplattformen bereit schienen, ihre Anträge vor Ende August einzureichen.
Doch der Prozess endet hier nicht. Upbit steht eine angespannte Wartezeit von bis zu drei Monaten bevor, während die Financial Intelligence Unit (FIU) der FSC die Unterlagen prüft. Diese Prüfung könnte bis zu drei Monate dauern, so die Aufsichtsbehörde – was bedeutet, dass immer noch die reale Aussicht besteht, dass große Börsen ihren Betrieb für Wochen einstellen müssen.
Der größte Konkurrent von Upbit, Bithumb, wird wahrscheinlich der nächste sein, der seine Unterlagen einreicht, wie eine Branchenquelle gegenüber Cryptonews.com unter der Bedingung der Anonymität erklärte. Auch Korbit und Coinone, die verbleibenden Mitglieder der „Big Four“-Handelsplattform-Gruppe, hoffen auf eine Einreichung weit vor dem Stichtag, sollten ihre bestehenden Bankpartner grünes Licht geben.
Die FSC und die FIU warnten die Krypto-Börsen, dass sie eine Kündigungsfrist von „mindestens sieben Tagen vor der Schließung“ einhalten müssen, in der es den Kunden ermöglicht werden sollte, ihre Transaktionen und Mitgliedschaften bei den Handelsplattformen zu beenden.
Sie bestanden auch darauf, dass nach der Schließung „Support-Systeme“ aufrechterhalten werden müssen, damit Nutzer „mindestens 30 Tage nach dem Ende des Transaktions-Supports Geld abheben können.“
Zudem forderten die Aufsichtsbehörden, dass für den Fall, dass Nutzer „sich über Schäden beschweren möchten, die während der Betriebsschließungen entstanden sind“, ein Verfahren eingerichtet werden muss, um rechtliche Ansprüche zu unterstützen.