Inflationsrisiken bleiben hoch
Ein ranghoher australischer Zentralbanker hat vor dem Risiko weiterer Straffung der Politik gewarnt und auf die Inflationsgefahren hingewiesen, die nach oben bleiben. Der stellvertretende Gouverneur der Reserve Bank of Australia, Christopher Kent, sagte, der derzeitige Bargeldsatz von 4,35% werde als "etwas" restriktiv bewertet, aber Unsicherheiten bleiben.
Was geschehen muss, damit die Zinssätze stabil bleiben
Kent erklärte, dass "viele Dinge" richtig laufen müssen, damit die Zinssätze unverändert bleiben. Dazu gehören die Öffnung der Straße von Hormuz in angemessener Zeit und eine Zunahme des Produktivitätswachstums.
Aktuelle Zinssatzprognose
Die RBA hat die Zinssätze bei 4,35% für ein zweites Mal unverändert gelassen, nachdem sie bereits seit Februar um 75 Basispunkte erhöht hatte. Die Märkte gehen von einer Wahrscheinlichkeit von etwa 54% aus, dass es bis Dezember eine weitere Erhöhung auf 4,60% geben wird, obwohl Investoren davon ausgehen, dass dies wahrscheinlich das Ende des Straffungszyklus markiert.
Finanzmarkt-Update
Kent gab auch ein Update zu den Finanzmarktbedingungen und stellte fest, dass die drei Zinserhöhungen wie beabsichtigt funktionierten, um die Nachfrage zu verlangsamen. Das Wachstum der Hypothekenkredite hat begonnen, sich zu verlangsamen, mit einem deutlichen Rückgang bei der Neukreditvergabe für Häuser, was mit der Zeit dazu beitragen wird, die Ausgaben zu bremsen.
Globale Faktoren, die beobachtet werden sollten
Der Boom in AI-bezogenen Investitionen weltweit könnte in die entgegengesetzte Richtung wirken, so Kent. Die Marktpreise für den Bargeldsatz haben sich in den letzten Monaten gelockert, während Kredite für Banken, Haushalte und Unternehmen nach wie vor leicht verfügbar sind.


