Ripple Labs, der Schöpfer der Kryptowährung XRP, sieht sich derzeit rechtlichen Herausforderungen durch XRP-Halter gegenüber, die behaupten, dass XRP ein Wertpapier (Security) ist. Die Klage Zakinov gegen Ripple Labs, eine Sammelklage (Class-Action) einer Fraktion von XRP-Haltern, könnte sich potenziell auf den Ausgang des zentralen Verfahrens SEC gegen Ripple auswirken.
Während einer jüngsten Anhörung am 26. April 2023 argumentierte Nick Spear, ein Zakinov vertretender Anwalt, dass etwa 75.000 XRP-Halter angeblich „fake“ und daher irrelevant seien. Er versuchte zu erklären, wie Schadensberechnungen trotz dieses Problems durchgeführt werden könnten. Bezirksrichterin Phyllis J. Hamilton äußerte Skepsis gegenüber der globalen Sammelklage und stellte fest, dass es keinen Präzedenzfall für einen solchen Fall gibt.
Ripples Verteidigungsstrategie in dem Fall beinhaltet die Vorlage von Beweisen von XRP-Haltern, die sie im SEC-Verfahren unterstützen, und das Argument, dass eine „Class“ (Sammelklage-Klasse) keine geeignete Lösung sei, da sie 74 Halter zum „Opt-out“ zwingen würde. Ripple-Anwalt Andrew Michaelson argumentierte zudem, dass XRP-Käufer sich nicht auf Ripple verlassen hätten, auch nicht jene im Ausland. Darüber hinaus hob er verschiedene Anwendungsfälle von Kryptowährungen hervor, wie etwa grenzüberschreitende Zahlungen, und stimmte der Richterin zu, dass Anwendungsfälle (Use Cases) essenziell sind. Zudem betonte er, dass die Kläger Käufe auf dem Sekundärmarkt getätigt hätten, was bedeute, dass kein schriftlicher Vertrag zwischen ihnen und dem Beklagten bestehe.
John Deaton, ein Amicus Curiae im Fall Ripple gegen SEC, äußerte seine Besorgnis darüber, dass der Fall im Berufungsverfahren angefochten werden könnte, wenn die Richterin die Zertifizierung für die Zakinov-Sammelklage genehmigt. Deaton beantragte auch den Amicus-Status im Zakinov-Rechtsstreit, durfte jedoch bei den mündlichen Verhandlungen nicht auftreten.
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Insgesamt häufen sich die rechtlichen Herausforderungen für Ripple weiter, da sich XRP-Halter vor Gericht gegen das Unternehmen wenden, was den ohnehin intensiven Streit mit der U.S. Securities and Exchange Commission weiter verkompliziert. Sowohl Ripple Labs als auch die XRP-Halter sind angespannt, während sie auf das entscheidende Summary Judgment (Urteil im Schnellverfahren) in dem langwierigen Rechtsstreit warten.