Die Bank von Spanien sollte in den kommenden Tagen die notwendigen Mechanismen zur Registrierung von Bitcoin-Börsen (BTC) und anderen Kryptowährungen sowie von Kryptovermögens-Verwahrplattformen veröffentlichen.
Die Maßnahme ist im Gesetz 10/2020 zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verankert. Es eröffnet einen Registrierungsprozess für „Anbieter von Diensten zum Umtausch virtueller Währungen in Fiatgeld und zur Verwahrung elektronischer Geldbörsen.”
Anschließend erließ die spanische Regierung das Königliche Dekret 7/2021, in dem die Fristen für die Angleichung des Registers festgelegt wurden. Die Frist beträgt sechs Monate, begann am 29. April und endet am 29. Oktober.
Das Dekret legt fest, dass das Ziel die „Perfektionierung der Mechanismen zur Terrorismusprävention und die Verbesserung der Transparenz und Verfügbarkeit von Informationen über die wirtschaftlich Berechtigten” von Bitcoin-Börsen und Verwahrplattformen ist.
Nach Oktober werden die Unternehmen, die mit der Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen tätig sind, die Möglichkeit zur Registrierung bis zum 29. Januar 2022 haben.
Strengere Regularien
Das Gesetz gibt zudem vor, dass Personen, die Dienstleistungen des „Umtauschs virtueller Währungen in gesetzliches Zahlungsmittel” erbringen, oder juristische Personen, die Dienste der Verwahrung privater kryptografischer Schlüssel im Namen ihrer Kunden zur Aufbewahrung, Lagerung und Übertragung virtueller Währungen in einer Weise erbringen, die der Verwahrung von Geldern oder traditionellen Vermögenswerten ähnelt, zur Registrierung im trust verpflichtet sind.
Das zentrale Register wird mit den Registern anderer EU-Länder verbunden sein und der Öffentlichkeit zur Informationsnutzung zur Verfügung stehen, wie CriptoNoticias im vergangenen Juni berichtete.
Die offizielle Bestimmung weist die Bank von Spanien als die für die Überwachung der Einhaltung der Pflichten und Bedingungen, die vom spanischen Staat gefordert werden, zuständige Institution aus.
Regularien „werden eine Zeitenwende bedeuten”
Experten wie der Finanzanwalt und Gründer von IcoFunding, Alejandro Gómez de la Cruz, sind der Ansicht, dass diese Regularien „eine Zeitenwende für die Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen in Spanien darstellen werden”, wie CriptoNoticias berichtete.
Die meisten Analysten gehen davon aus, dass eine strengere Regulierung aus den Regularien resultieren wird. Sie argumentieren zudem, dass dies eine wesentliche Umstrukturierung des Betriebs und der Geschäftsabläufe der Unternehmen erfordern wird.
Viele Experten argumentieren außerdem, dass durch das zentrale Register eine „Einschränkung des Schutzes der Datenschutzstandards” einhergeht.
Weitere Maßnahmen Spaniens zu Bitcoin
Das europäische Land hat Schritte unternommen, Bitcoin stärker zu regulieren. Im Juli berichtete CriptoNoticias über die Reform des Gesetzentwurfs zur Prävention und Bekämpfung von Steuerbetrug.
Die Regularien verpflichten zur Angabe des Besitzes von Kryptowährungen auf spanischen und ausländischen Verwahrplattformen. Selbstverwahrte Wallets sind ausgenommen.
Dieser Artikel wurde aus World Weekly News republiciert.