Regulation

Illinois Passes 0.2% Crypto Transaction Tax, Sparking Industry Pushback

Gouverneur J.B. Pritzker von Illinois hat das *Digital Asset Privilege Tax Act* in Kraft gesetzt. Es führt eine 0,2 %-Steuer auf gedeckte digitale Asset-Transaktionen ein. Die Maßnahme tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und soll laut Staatsbeamten bis zu 60 Mio. USD jährlich generieren.

Die Steuer wurde als Teil des Haushaltsplans des Bundesstaates verabschiedet. Sie gilt für verschiedene Aktivitäten, einschließlich Wallet-zu-Wallet-Transfers. Die Gesetzgebung sieht zudem eine separate 1,75 %-Steuer auf Sportwetten vor, die über Vorhersagemarkt-Plattformen platziert werden.

## Branchenführer protestieren

Die neue Steuer hat scharfe Kritik von prominenten Persönlichkeiten und Branchenverbänden ausgelöst. Michael Saylor, Mitgründer von Strategy, bezeichnete die Entscheidung des Gouverneurs in einem Post auf X vom 17. Juni als „großen Fehler“.

In einem gemeinsamen Schreiben forderten die *Digital Chamber* und die *Illinois Blockchain Association* die Staatsbeamten auf, den Vorschlag abzulehnen. Sie argumentierten, die Steuer könne dem digitalen Asset-Sektor des Staates schaden. Zudem gebe es derzeit keinen anderen US-Bundesstaat, der eine vergleichbare Transaktionssteuer erhebe.

Auch der *Crypto Council for Innovation* reichte ein Veto-Gesuch bei Gouverneur Pritzker ein. Die Organisation argumentierte, die Steuer weiche von traditionellen Systemen ab, da sie die Aktivität selbst besteuere – nicht Gewinne oder Profite. Zudem fehlte eine Freigrenze für kleine Transfers.

## Einzigartige Compliance-Pflichten

Das Gesetz schafft neue Compliance-Verpflichtungen für digitale Asset-Broker. Laut der Steuerberatungsfirma BDO gelten die Regeln nicht nur für in Illinois ansässige Unternehmen, sondern auch für Broker außerhalb des Staates, die mindestens 100.000 USD jährliche Einnahmen von Kunden in Illinois erzielen.

Broker müssen die Steuer als separaten Posten erheben, Aufzeichnungen führen und monatliche Berichte einreichen. Registrierungsanforderungen müssen vor dem Start 2027 erfüllt werden.

Offene Fragen bestehen zur Anwendung der Steuer auf gängige Aktivitäten. Der Anwalt Joe Carlasare wies auf Unsicherheiten bei Wallet-Transfers hin und fragte, ob das Verschieben von Bitcoin von der Selbstverwahrung zu einer Börse wie Coinbase und der sofortige Verkauf als ein oder zwei steuerpflichtige Ereignisse gelten würde.

Die Verabschiedung des Gesetzes verschärft die bestehenden Spannungen zwischen Illinois und Teilen der Krypto-Branche. Der Bundesstaat steht bereits vor einer Klage der CFTC wegen seiner Versuche, Vorhersagemarkt-Plattformen wie Polymarket und Kalshi einzuschränken.

Mit der Unterzeichnung des Gesetzes richtet sich der Fokus nun auf die Vorbereitung. Broker und Nutzer haben bis 2027 Zeit, sich mit dem neuen Rahmen vertraut zu machen und ihn umzusetzen.

*Basierend auf Berichten von [crypto.news](https://crypto.news/michael-saylor-blasts-illinois-crypto-tax-as-big-mistake/).*

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