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High record Of Bitcoin's price, its energy use and Climate Change COP26

  • Der Bitcoin-Preis liegt wieder auf Rekordhöhen, die zuletzt im April gesehen wurden – und das bedeutet, dass auch sein Energieverbrauch wieder in die Höhe schießt.
  • Er verbraucht jedes Jahr so viel Strom wie die Niederlande, eine unbequeme Tatsache, während sich die Staats- und Regierungschefs bei der COP26 treffen.
  • Doch viele große Akteure steigen auf erneuerbare Energien um, was bedeutet, dass die CO2-Emissionen von Bitcoin nicht unbedingt ebenfalls in die Höhe schießen.

Bitcoin hat in den letzten Monaten ein dramatisches Comeback hingelegt und wird wieder um Rekordhöhen zwischen 60.000 und 65.000 Dollar gehandelt.

Der Bitcoin-Aufschwung führt dazu, dass die Leute wieder vermehrt die Kryptowährung „minen“. Und das bedeutet, dass der Energieverbrauch von Bitcoin erneut stark ansteigt.

Die “Hashrate” von Bitcoin – die Menge an Rechenleistung, die dem Schürfen der digitalen Währung gewidmet ist – ist stark gestiegen, und Analysten sagen, dass sie bald ein neues Hoch erreichen dürfte. Auch der Stromverbrauch ist in die Höhe geschnellt und nähert sich den im Mai gesehenen Allzeithochs, so Daten der Universität Cambridge.

Bitcoin verbraucht derzeit etwa so viel Strom pro Jahr wie die Niederlande, eine unbequeme Tatsache gerade jetzt, wo sich die Staats- und Regierungschefs in Glasgow (Großbritannien) treffen, um auf der COP26 den Klimawandel zu bekämpfen.

Bitcoin-„Mining“

Bitcoin ist so energieintensiv wegen des Systems, das es zur Verifizierung von Transaktionen und zur Sicherung des Netzwerks verwendet. Ethereum – die zweitgrößte Kryptowährung – verwendet dasselbe System, was bedeutet, dass die beiden dominanten Token enorme Energiefresser sind.

In diesem System schließen die so genannten Miner riesige Computer an, um gegeneinander anzutreten und komplexe „kryptografische“ Rätsel zu lösen. Das Lösen dieser Rätsel gibt den Minern das Recht, Transaktionen zu verifizieren, und bringt ihnen als Belohnung etwas Kryptowährung ein.

Natürlich gilt: Je höher der Bitcoin-Preis steigt, desto attraktiver wird das Mining. Die Einnahmen der Miner schossen im Oktober auf 1,72 Milliarden Dollar in die Höhe, so Daten von The Block, nur knapp unter dem Rekordhoch von 1,75 Milliarden Dollar im März.

Wenn mehr Menschen mit dem Mining beginnen, steigt die Hashrate. Alex de Vries, Gründer des Bitcoin-Energiedatendienstes Digiconomist, sagte gegenüber Insider, dass es „unvermeidlich“ erscheine, dass die Hashrate und der Stromverbrauch angesichts des aktuellen Bitcoin-Preises bald ein neues Hoch erreichen würden.

Neben dem enormen Energieverbrauch erzeugt der Mining-Prozess auch Tonnen von Elektroschrott, da die Miner ständig alte Maschinen zugunsten effizienterer neuer Modelle ausmustern. Ein aktueller Bericht von Digiconomist besagt, dass eine einzige Bitcoin-Transaktion so viel Abfall verursacht wie das Wegwerfen von zwei iPhones.

Eine hitzige Debatte

Doch nur weil der Stromverbrauch von Bitcoin in die Höhe schießt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass auch seine Kohlendioxidemissionen steigen.

Obwohl viele Bitcoin-Fans argumentieren, dass sein Stromverbrauch kein Problem sei, versuchen viele der größten Akteure, das Image zu verbessern und auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Nachdem Elon Musk den Energieverbrauch von Bitcoin kritisiert hatte, gründeten große Krypto-Namen wie Michael Saylors Technologieunternehmen MicroStrategy den Bitcoin Mining Council, der umweltfreundlicheres Mining fördert.

Schätzungen sind schwierig, aber im Jahr 2020 schätzte die Universität Cambridge, dass rund 40 % des Bitcoin-Minings mit grüner Energie betrieben wurde. Der Bitcoin Mining Council schätzte letzten Monat, dass es rund 58 % sein könnten. Das würde es zu einer der grünsten Industrien der Welt machen – obwohl Bitcoin-Kritiker sagen, dass diese Energie anderswo in der Gesellschaft nützlicher sein könnte.

Das harte Vorgehen Chinas gegen das Krypto-Mining hat wahrscheinlich dazu beigetragen, dass Bitcoin grüner geworden ist. Früher fand der Großteil des Minings in dem Land statt, wo Kohle die dominierende Energiequelle ist. Aber die USA, wo erneuerbare Energien oft die billigste Energiequelle sind, sind das neue globale Mining-Zentrum.

Der große Umweltvorstoß im Finanzwesen wird wahrscheinlich ebenfalls einen Unterschied machen, da weniger energieintensive Token und Netzwerke eher die großen Gelder von Institutionen anziehen dürften.

Ethereum hat große Pläne, sich von Bitcoin abzuheben, indem es bis Ende 2022 auf ein viel umweltfreundlicheres Sicherheits- und Validierungssystem umstellt. JPMorgan hat die Änderungen wohlwollend kommentiert, ein Zeichen dafür, wohin der Wind weht.

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