Angeberrechte und mehr als 69 Milliarden Dollar stehen in einem Krypto-Gerichtsstreit auf dem Spiel, der in Miami ausgetragen wird.
Am Montag begannen die rechtlichen Argumente in einem Prozess, der (möglicherweise) klären könnte, wer der wahre Schöpfer von Bitcoin war – und wer Rechte an Satoshi Nakamotos Wallet mit 1,1 Millionen BTC hat.
Ein Zivilprozess zwischen Ira Kleiman und Craig Wright soll klären, wer die wahre Person hinter dem Pseudonym des Bitcoin-Gründers war. Wright, ein australischer Informatiker, erhebt seit 2016 diesen Anspruch, aber Kleiman sagt, sein verstorbener Bruder David, ein Freund von Wright, sei der Mitschöpfer gewesen und habe Anspruch auf einen Teil des Bitcoin-Vermögens.
Angesichts der Bitcoin-Kurse am frühen Dienstagmorgen würde der Besitzer des Wallets zur 15. reichsten Person der Welt werden (angenommen, er hätte kein Vermögen), so der Bloomberg-Milliardärsindex. Dieser Betrag ist höher als das Nettovermögen der Mitglieder der Walton-Familie, von Carlos Slim und Charles Koch.
Kleiman behauptet, dass sein verstorbener Bruder David mit Wright an der Schaffung und frühen Entwicklung von Bitcoin zusammengearbeitet hat, sodass seine Erben Anspruch auf die Hälfte des Wallet-Inhalts haben.
Während Kleiman versucht, seinen Anspruch auf einen Teil von Wrights Geldern geltend zu machen, gibt es erhebliche Skepsis von Krypto-Experten, dass Wright tatsächlich Satoshi Nakamoto ist. Er hat noch nicht öffentlich gezeigt, dass er Zugang zum Nakamoto-Wallet hat, was seine Gegner nur bestärkt. Und es gibt ältere Vorwürfe, dass die von ihm vorgelegten Beweise betrügerisch waren.
Das wirft eine Frage auf: Wenn Kleiman den Fall gewinnt, Wright aber nicht Satoshi ist (oder den Zugang zum Wallet verloren hat), wird Kleiman dann immer noch nicht auf das Bitcoin zugreifen können, das im Mittelpunkt des Streits steht?
Der Fall in Miami dreht sich im Kern nicht um Satoshis Identität. Es geht vielmehr um die Geschäftspartnerschaft zwischen Wright und Kleiman und darum, ob sie tatsächlich Partner oder nur Freunde waren.
Der Geschworenprozess wird voraussichtlich drei Wochen dauern.