Südafrika hat neue Regeln vorgeschlagen, die es erfordern, dass grenzüberschreitende Kryptowährungstransfers über autorisierte Anbieter abgewickelt und dem Zentralbank berichtet werden. Laut dem Entwurf des Crypto-Asset-Handbuchs, das vom Nationalen Schatzamt und der Südafrikanischen Reservebank (SARB) veröffentlicht wurde, wird das Verschieben von Kryptowährungen ins Ausland nur in bestimmten Situationen als grenzüberschreitende Transaktion qualifiziert. Ein Bericht an die Finanzüberwachungsabteilung (FinSurv) der SARB wäre erforderlich, wenn Kryptowerte von einem lokal autorisierten Kryptowährungsdienstleister (CASP) zu einem ausländischen CASP oder in eine privat kontrollierte nicht-verwahrte Brieftasche übertragen werden.
Grenzüberschreitende Transaktionen
Der Vorschlag besagt, dass Personen, die Kryptowährungen ins Ausland übertragen möchten, einen autorisierten Anbieter verwenden müssen, anstatt Vermögenswerte direkt über unregulierte Kanäle zu senden. FinSurv würde Berichte über diese Transaktionen als Teil des Landes' Devisenüberwachungsprozesses erhalten. Inländische Kryptowährungsaktivitäten blieben außerhalb dieser Meldepflichten.
Regulierungsrahmen
Das Entwurfs-Handbuch folgt Südafrikas Entwurf der Kapitalfluss-Management-Verordnungen, die im April veröffentlicht wurden und vorschlugen, Kryptowerte in das Landes' Devisenkontrollsystem aufzunehmen. Das Nationale Schatzamt und die SARB erklärten im April, dass Kryptowerte als eine Form von Kapital behandelt werden, das über Grenzen hinweg fließt, und sie somit neben anderen regulierten Vermögenswerten unter dem Landes' Kapitalflussregime stehen.
Umsetzung
Interessierte Parteien können bis zum 30. Sept. Kommentare zum Entwurf abgeben. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kryptowährungsadoption in Südafrika weiter wächst, und das Land bereits Hunderte von lizenzierten virtuellen Vermögensdienstleistern und mehrere große Banken hat, die Kryptoprodukte für institutionelle Kunden entwickeln.



