Das US-Second Circuit Court of Appeals hat ein niedrigeres Gerichtsverfahren aufgehoben, was es den ehemaligen Aktionären der Signature Bank ermöglicht, gegen die Führung der Bank und den Auditor KPMG Anklagen wegen Veruntreuung im Zusammenhang mit Wertpapierhandel einzulegen. Nach der Entscheidung des Gerichts ist die Rolle des FDIC als Erbe für die insolvente Bank nicht dazu da, den Anlegern das Recht, gegen die Bank zu klagen, zu entziehen. Der Fall konzentriert sich auf angebliche irreführende Aussagen über die Gesundheit der Bank vor ihrem Zusammenbruch im März 2023. Die rechtliche Auseinandersetzung beinhaltet das Financial Institutions Reform, Recovery, and Enforcement Act (FIRREA), das eine 'Nachfolgeklausel' enthält, die bestimmte rechtliche Ansprüche an den FDIC überträgt, wenn eine Bank scheitert. Allerdings fand das Second Circuit fest, dass die Anklagen wegen Wertpapierveruntreuung von den Ansprüchen unter FIRREA abweichen, die an den FDIC übertragen werden.
Wertpapierveruntreuungsklagen
Der Ankläger, AP7, ein schwedischer nationaler Rentenfonds, behauptet, dass die Führung von Signature Bank irreführende Aussagen über die Liquidität des Instituts und die Risikomanagementpraktiken gemacht hat. Der Anklage zufolge haben die Führungskräfte der Bank die Exposition des Instituts gegenüber Konzentrationseinschränkungen aus ihrem Kryptodepositor-Bezug und die unzureichende Offenlegung von Schwächen in ihrem Finanzierungsmodell versteckt.
Implikationen
Das Urteil des Second Circuit hat weitreichende Implikationen, potenziell den Toren für ähnliche Klagen im Zusammenhang mit anderen Bankenrückschlägen. Der Bankensektor verarbeitet noch immer die Nachwirkungen der Frühjahr 2023-Krise, die Signature Bank, Silicon Valley Bank und First Republic Bank in schneller Folge in Insolvenz getrieben hat. AP7 und die Klasse der betroffenen Aktionäre wird nun in die Entdeckungs- und Klagephase eintreten, in der die tatsächliche Stärke der Beweise getestet wird.



