Disney und seine Tochtergesellschaft ABC haben die Bundesnetzagentur (FCC) verklagt, um ein ungewöhnliches frühzeitiges Prüfung der Lizenz für acht Disney-bewirtschaftete lokale Fernsehstationen zu blockieren. Die Klage behauptet, dass die Trump-Regierung ungerechtfertigt versucht, das Netzwerk aufgrund seiner Sendungsinhalte zu bestrafen und Änderungen in seinem Programm zu erzwingen.
Laut der Klage haben die Maßnahmen der FCC bereits die redaktionelle Entscheidungsfindung von ABC eingeschränkt, wobei das Netzwerk sich von der Einladung politischer Kandidaten auf seinem beliebten Tagessprachprogramm 'The View' zurückgehalten hat, um vor dem Verlust zu schützen.
Hintergrund
Die FCC, geleitet von Vorsitzender Brendan Carr, hat behauptet, dass die Agentur die Rechte von Disney nicht verletzt oder auf die Abneigung von Trumps spezifischer Inhalte reagiert. Allerdings behauptet die Klage, dass die FCC 'eine rücksichtslose Kampagne' gegen ABC durchgeführt hat, weil die Republikanische Präsidentin Trumps Missgunst gegenüber ihrer Nachrichtenberichterstattung und Kommentaren ihres späten-Nacht-Programms, Jimmy Kimmel, hat.
Implikationen
Die rechtliche Auseinandersetzung hervorhebt die volatilen Beziehungen zwischen der Trump-Regierung und den Medien. Die Klage behauptet, dass die Administration ABCs Rede gefährdet hat, und dass das Netzwerk nicht in der Lage ist, 'die Konsequenzen jeder Entscheidung zu ignorieren, die die Administration oder den FCC-Vorsitzenden wütend macht'.
Journalismusprofessor Gabriel Kahn von der Universität Kalifornien's Annenberg School for Communication and Journalism sagte, dass die Klage zeigt, wie federaler Einschüchterung bereits Erfolge erzielt wurden, und dass Medienorganisationen gezwungen sind, 'sich zu verstecken und ihre Köpfe zu senken, anstatt wie gewohnt nach ihren Rechten nach dem ersten Verfassungsartikel zu handeln'.



